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Josephine Kober

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Josephine Kober
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Zwischenfazit nach der internationalen Saison

Was für eine krasse Saison! Im Leistungs- und Spitzensport wird häufig von großen Emotionen gesprochen. Das trifft in meinem Fall definitiv zu…
Aber von Anfang an:

Nach der schwierigen Corona-Zeit hatte ich mir für die Saison vorgenommen, in der U17 national Fuß zu fassen. Vielleicht mal ein Ergebnis unter den besten acht, auf jeden Fall aber die Quali zu den Europacup-Turnieren. Wie sich schnell herausstellte hatte ich meine Entwicklung der vergangenen Monate weit unterschätzt. Schon nach den ersten Wettkämpfen war ich national ganz vorne dabei. Dadurch bekam ich die Chance, mein Können in der U17-Nationalmannschaft zu zeigen. Völlig unerwartet gelang uns im ungarischen Gödöllö mit Platz drei der Sprung aufs Treppchen. Das war ein schönes Gefühl und mein größter Erfolg bisher.

Doch nicht nur in der U17 lief es für mich besser als gedacht. Nach Platz zehn und sieben bei den beiden nationalen Qualifikationsturnieren habe ich völlig überraschend (ich stand zuvor nicht einmal auf der Rangliste) den Sprung in die internationale Quote geschafft – eigentlich. Ein Formfehler meines Vereins – er hat mich ein paar Stunden zu spät gemeldet – bedeutete das Aus für eine ganze Weltcup-Saison. So traurig wie in dem Moment, als ich das erfahren habe, war ich im sportlichen Kontext noch nie. Viele harte Trainingseinheiten in der Halle und dann keine Startberchtigung wegen weniger Stunden Meldeverzug zu bekommen, war mehr als frustrierend. Einen kleinen Lichtblick gab es aber noch: Der Bundestrainer konnte mich noch nachnominieren, auch wenn das eigentlich so nicht üblich ist. Dank meiner guten Leistung hat er das auch gemacht – wieder eigentlich: Nach langem Hin und Her durfte ich schlussendlich an zwei der vier Weltcups starten und das ist mir ganz gut gelungen: In Budapest/Ungarn war ich viertbeste Deutsche und in Plovdiv/Bulgarien fünftbeste. Wer weiß, was passiert wäre, wenn die Meldung rechtzeitig erfolgt wäre…

Ein Fazit nach der internationalen Saison fällt mir schwer. In der U17 habe ich mehr erreicht, als ich mir vorgestellt habe, bin dann aber knapp an der EM- und WM-Nominierung vorbeigeschrammt. In der U20 hatte ich nicht auf eine Teilnahme im Weltcup gehofft und habe mich dann dort sehr gut verkauft. Auch bei den Erwachsenen habe ich beim Europa- Cup mit Platz 13 ein sehr gutes Ergebnis geschafft. Alles lief so gut, dass ich meine Ziele im Laufe der Saison vielleicht zu sehr nach oben geschraubt habe. Sportlich kann ich auf jeden Fall mehr als zufrieden sein. Zumindest wurde meine Leistung mit der Nachnominierung in den NK2-Bundeskader gewürdigt.

Bis Juni stehen noch alle deutschen Meisterschaften (U17, U20 und Senioren) im Einzel und der Mannschaft an. Wenn ich hier eine Medaille mit nach Hause nehme, kann ich die Saison glücklich und zufrieden abschließen.

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