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Ein News Beitrag von

Jonas Hügen

JH
Jonas Hügen
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Leichtathletik,

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Mein Weg zu Platz 4 bei der DM in Berlin

Ich bin in die letzte Saison gestartet mit dem Ziel meine Bestzeiten von 10.45 s über die 100 m und 20.9 s über die 200 m von der Saison zuvor zu steigern, da ich mich noch lange nicht am Ende sehe. Jedoch hatte ich keine gute Wintersaison, besonders mit den Kurven in der Halle hatte ich so meine Probleme. Umso motivierter war ich dann für die Sommersaison! Ich habe mir viel vorgenommen und gut trainiert, um meine Bestzeiten zu toppen. Im Training vor den Wettkämpfen lief es dann auch immer richtig gut, ich bin super starke Bestzeiten gelaufen und das hat mir gezeigt das es in die richtige Richtung geht und es auch im Wettkampf funktionieren kann. Diese Form hat sich auch zwei Wochen vor dem Start der Deutschen Meisterschaften bestätigt, als ich nochmals Trainingsbestzeiten über die 100 m und 200 m gelaufen bin.

Einen Tag später jedoch die Schocknachricht: positiver Corona-Test!

Da war der Frust dann groß, da jetzt natürlich alles, wofür man gearbeitet hat, zerfällt. Letztendlich wurde es dann auch ziemlich zur Zitterpartie, ich war drei Tage krank und erst zehn Tage später wieder negativ. Somit konnte ich nur noch einen Tag trainieren, bevor es auch schon nach Berlin ging. Dort war klar, dass ich meine Bestzeiten nach fast zwei Wochen ohne Training nicht erreichen werde, trotzdem war die Hoffnung aufs Finale da.

Der Vorlauf über die 100 m lief dann eigentlich ganz ordentlich, ich hatte nicht viel erwartet, mein Körper fühlte sich aber gut an und ich fühlte mich fit für den nächsten Tag. Dort waren dann die 200 m dran, bei denen ich froh war, überhaupt starten zu können. Somit war die Erleichterung auch groß, dass ich es tatsächlich ins Finale geschafft habe und trotz der Corona-Erkrankung solch eine Zeit abliefern konnte. Im Finale war ich dann natürlich ziemlich entspannt, ich wollte es einfach genießen und so gut performen wie es ging. Durch drei Fehlstarts im Finale wurde ich dann doch noch nervös, das hat sich aber auch schnell wieder gelegt als ich realisierte, dass ich ja den fünften Platz schon sicher hatte. Dass ich am Ende sogar Vierter wurde, ist schon auch eine kleine Sensation für mich selber, obwohl mir nur 0.02 Sekunden auf den dritten Platz gefehlt haben, hat die Freude überwogen und ich bin sehr stolz auf meine Leistung. Es war kein einfacher Weg – der späte Start meiner Karriere, dann noch die Corona-Erkrankung vor dem wichtigsten Wettkampf der Saison. Aber letztendlich hat sich die harte Arbeit ausgezahlt und ich wurde für meinen Kampfgeist endlich belohnt!

Foto: KJ Peters