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Ein News Beitrag von

Martin Werz

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Leider kein Finish bei den Six Days

Leider verliefen die Six Days, die Mannschaftsweltmeisterschaften für Endurofahrer, dieses Jahr alles andere als gut. Am Montag, den 14. Oktober, ging es im spanischen Sileda los. Ich hatte einen guten ersten Tag und konnte mich mit den Prüfungen anfreunden und meinen Rhythmus finden. Auch der Start am Dienstag war gut und ich hatte auf der Etappe ein gutes Tempo gefunden. Angekommen bei der ersten Prüfung, war ich hungrig nach Erfolg. Mein klares Ziel – gleich von Anfang an Druck machen und die Zeiten vom Vortag angreifen. Das gelang mir gut und ich fand sofort einen flüssigen Rhythmus.

Doch dann kam kurz vor Ende der Prüfung die Schrecksekunde. Vermutlich durch einen Schlag aufs Hinterrad hebelte es mich aus und ich ging unsanft zu Boden. Die Prüfung fuhr ich dennoch zu Ende, doch dabei merkte ich schon, wie das Blut meinen Unterarm runterfloss. Kurz darauf lag ich bei den Sanitätern im Krankenwagen und meine Wunde wurde gereinigt und genäht. Die nächsten Schritte waren nun, uns für den Mittwoch vorzubereiten und das Motorrad zu richten. Als all das erledigt war, konnte ich ein wenig durchatmen, mich schonen und dem Arm Ruhe geben.

Trotz Schmerzen und dick eingepacktem Arm startete ich am Mittwochmorgen voller Motivation. Leider musste ich von ganz hinten starten, da ich am Dienstag das Rennen nicht beendet hatte. Der Regen setzte pünktlich ein und so ging es um 11.00 Uhr los auf die Etappe. Bei der ersten Prüfung stand der Cross-Test an. Dieser lag mir sehr gut, ich konnte ein gutes Tempo gehen und fuhr anschließend weiter auf die Verbindungsetappe, die uns in die höheren Ebenen dieser Region führte. Doch das Wetter war leider sehr schlecht, Nebel und Regen machten es nicht einfach und nach einer weiteren Stunde Fahrzeit und etwas Verspätung kamen wir am Service und der zweiten Zeitkontrolle an.

Leider machte mir der Arm immer und immer wieder zu schaffen und ich entschloss mich dazu, nur noch einen Cross-Test in der Nähe des Paddocks zu absolvieren und danach das Rennen zu beenden. Die Schmerzen und der Zustand der Wunde waren nicht gut und unter diesen Umständen machte es keinen Sinn mehr, ein Rennen in diesem Umfang erfolgreich zu bestreiten. Solche Entscheidungen sind hart. Vor allem wenn der Kopf einen starken Willen hat und der Körper nicht mehr mitmacht.

Somit konnte ich dieses Jahr die Six Days nicht beenden, was sehr schade ist, da man sich das ganze Jahr darauf vorbereitet hatte. Inzwischen geht es der Wunde wieder gut und ich hoffe, im nächsten Jahr bei der Enduro-WM wieder besser abliefern zu können. Vielen Dank für all die Unterstützung, und bis nächstes Jahr!

 

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