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Ein News Beitrag von

Anna Bühler

AB
Frau Anna Bühler
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Leichtathletik, Weitsprung,

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Letzte Chance: OP

Lange Zeit hat man nun nichts mehr von mir gehört. Und da immer mehr Nachfragen kommen, ob ich noch Sport mache, wie es mir geht etc. habe ich mich dazu entschlossen, ein ausführlicheres Update zu geben. Dazu muss ich zunächst einmal etwas ausholen.

Im Sommer 2019 hatte ich einen Sportunfall bei dem ich mir das Knie völlig zerstört habe. Außenmeniskus komplett zerfetzt, vorderes Kreuzband durch, hinteres auch beschädigt, Innenband verletzt und Knochenbrüche. Die meisten waren nicht sehr zuversichtlich, dass ich überhaupt wieder Sport machen kann. Zum Glück hatte ich die besten Ärzte und eine tolle Reha, sodass ich bereits 6 Monate nach der aufwendigen OP wieder in die Grube springen konnte. Die Sache mit dem Knie war also nicht so schlimm wie anfangs gedacht. Als eigentlich alles wieder gut war und das Training lief, hatte ich immer öfter Probleme mit der Achillessehne meines Sprungfußes. Man wusste erst nicht so genau was die Ursache des Problems ist, aber nach einigen Untersuchungen wurde erkannt, dass die sogenannte Haglundferse (eine Verdickung des Fersenknochens) die Ursache sein könnte. Man kann sich das wie ein knöchernes Überbein hinten an der Ferse vorstellen. Dadurch wurde der Ansatz der Achillessehne sowie der Schleimbeutel ständig gereizt, bis hin zu schweren Entzündungen, selbst bei geringen Belastungen. Vor ziemlich genau einem Jahr wurde sogar ein Anriss der Achillessehne festgestellt. Schon damals wurde mir gesagt, dass man das Problem operativ beheben könnte aber ich wollte nicht schon wieder einen Eingriff und Reha. Also haben wir es konservativ mit verschiedenen Methoden versucht, die meistens nur kurzfristig geholfen haben. Im Juni 2021 war ich dann fast soweit einen Wettkampf zu bestreiten, jedoch hatte ich einen Tag zuvor so starke Schmerzen, dass ich das Risiko nicht eingehen wollte. Danach war eine sehr schwierige Phase für mich. Ich habe im Sommer erst einmal einige Wochen garnichts gemacht und wollte früh mit einem Aufbau beginnen, da ich einiges nachzuholen hatte. Zu meiner Überraschung haben die ersten Wochen richtig gut geklappt, ich konnte durchtrainieren ohne Schmerzen. Im November traten dann allerdings wieder aus heiterem Himmel Schmerzen auf und es war ein auf und ab. Eine Woche lief gut, dann wieder Probleme, daher wieder Pause, nach der Pause wieder besser und dann wieder schlechter. Über Weihnachten kam dann auch noch eine Corona-Infektion dazu und danach war es noch schlechter als davor.

Die letzten Wochen und Monate waren wirklich sehr hart für mich und ich gebe offen und ehrlich zu, dass ich ans Aufhören gedacht habe. Meine letzte Option war dann die OP, bei der das Überbein entfernet werden würde, um die Sehne zu schonen. Das Gute daran ist, dass die Strukturen dabei nicht beschädigt werden, und nur der Knochen abgetragen wird, sodass die Reha nicht allzu lange dauern wird und ich zeitnah wieder trainieren kann. Ich habe mich, wie man auf dem Bild erkennen kann, für die OP entschieden und sehe es nun als letzte Chance wieder zurückzukommen. Die OP ist nun auch schon 2 Wochen her und es hat alles gut geklappt. Ab nächster Woche kann ich mit der Reha beginnen und ich werde versuchen die Zeit ein bisschen auf Instagram zu dokumentieren, also schaut gerne vorbei 🙂

 

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